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Die 1. Kölner Dampfparade - Eine Demo für ein Medikament

in Neuigkeiten - Nachrichten 08.07.2012 14:45
von SchmiddiForenhalbgott | 764 Beiträge | 806 Punkte

Die Kölner Dampfparade – eine Demo für ein Medikament

(dsc) Köln. Es ist manchmal erschreckend, dass trotz massiver Aufklärungsarbeit durch
Hanflegalisierungsbewegungen und Patientenvereinigungen im Internet immer noch die Meinung
vorherrscht, eine Legalisierung von Cannabis als Medikament bedeute einen Freifahrtschein zum
hemmungslosen Betäubungsmittelkonsum auf Kosten der Krankenkassen. Und die Tatsache, dass solche
Aussagen auch aus den Reihen der Cannabisszene selber kommen, ist dabei viel kritischer zu bewerten.
Genau wie die Aussage, dass die Legalisierung von Cannabis als Medikament, den Genusskonsumenten
ihre Bemühungen einer Freigabe an alle volljährigen Bundesbürger erschwere.
Klar ist die vollständige Legalisierung von Cannabis als Medikament, Rohstoff und Genussmittel das Endziel
all unserer Bemühungen, doch sind es die kranken Patienten die jetzt unsere Hilfe dringender benötigen.
Für einen gut informierten Hanfaktivisten – der sich für die Legalisierung von Cannabis als Medizin, Rohstoff
und Genussmittel einsetzt – sind oben genannte Aussagen nur schwer nach vollziehbar.
Bei einer Legalisierung von Cannabis als Medikament, geht es lediglich darum, dass den Patienten, denen
Cannabis gegen ihre Krankheitssymptome hilft, die Hürden auf ihren ohnehin durch Leiden und Schmerzen
geprägten Wegen genommen werden. Durch die medizinische Legalisierung kann Cannabis bestimmt bei
mehr Krankheiten als heute, aber sicherlich nicht für jedes Wehwechen verschrieben werden. Die
Entscheidungsgewalt hierfür muss beim behandelnden Arzt und dem Patienten selber liegen, nicht beim
Staat. Nicht nachdem genug bewiesen wurde, dass Cannabis als Medikament funktioniert und viele Leiden
lindern, oder sogar erfolgreich bekämpfen kann. Und das, ohne die gesundheitsgefährdenden
Nebenwirkungen vieler versagender konventioneller Medikamente. Heute schon wird Cannabis als
Medikament verschrieben, aber nur in seltenen Fällen und nach einem langen bürokratischen Akt, bis zur
Erteilung einer Ausnahmeerlaubnis nach § 3 Abs. 2 BtmG durch die Bundesopiumstelle. Dann hat der
Patient zwar legal die Möglichkeit, seine Cannabisarznei - zur Anwendung im Rahmen einer medizinisch
betreuten und begleiteten Selbsttherapie -, aus der Apotheke zu beziehen, die Kosten hierfür werden jedoch
nicht von den Krankenkassen übernommen und bleiben beim Patienten hängen. Oft steht er also, trotz
Ausnahmeerlaubnis, wegen der hohen finanziellen Belastung ohne sein Medikament da. Oder auch weil die
beliefernde Apotheke wieder einen Lieferengpass hat.
Das sind Punkte, die sich dringend ändern müssen, ohne dabei jemanden schaden zu wollen. Dafür sind wir
vom Cannabis Colonia e.V. - wie jede andere Hanfinitiative – bereit, Aufklärungsarbeit zu leisten und auch
eine Demonstration unter dem Motto „Cannabis ist Medizin“ zu veranstalten. Eine Demo, bei der es in erster
Linie um die Interessen der Cannabispatienten geht. Leidenden Menschen, denen unser Mitgefühl als erstes
gelten sollte (,bevor man sich als Genusskonsument tatenlos selbst bemitleiden muss).
Wir haben die Gelegenheit, am 8. September 2012 um 13:00 Uhr auf der 1. Kölner Dampfparade am
Rudolfplatz, unsere Solidarität in Form einer Demonstration unter dem Motto „Cannabis ist Medizin“, Gestalt
zu verleihen in dem wir zahlreich erscheinen und die Cannabispatienten durch unsere Anwesenheit, bei
ihren Forderungen unterstützen.
Die Dampfparade mit dem Startpunkt Rudolfplatz, einer Zwischenkundgebung am WDR-Gebäude und dem
Ziel Heumarkt mit Abschlusskundgebung, ist hierbei auch hilfreich viele Menschen zu erreichen, Vorurteile
abzubauen und mit gleichdenkenden Menschen in persönlichen Kontakt zu treten. In einer harmonischen
Gemeinschaft fällt es dem Einzelnen sicher auch leichter, öffentlich für seine Forderungen aufzutreten und
der Bevölkerung zu zeigen, dass man keineswegs eine Herde verirrter Schäfchen darstellt, die man getrost
ignorieren kann. Denn das ist der nächste wichtige Schritt: Dass man sich als Konsument oder solidarischem
Nichtkonsument aus seinem Schneckenhaus begibt und in die Öffentlichkeit geht. Denn du kannst was
verändern, du musst es nur tun.
Da ist eine Demonstration genau das richtige Medium, um in der Anonymität der Masse gemeinsam
aufzutreten und sich gegenseitig zu unterstützen. Gemeinsam sind wir stark, doch alle zueinanderstehend
sind wir unschlagbar!
In diesem Sinne freuen wir uns, Euch Cannabispatienten, Konsumenten und Unterstützer zahlreich auf der
1. Kölner Dampfparade „Cannabis ist Medizin“ begrüßen zu dürfen.
Cannabis Colonia e.V.
Mehr Infos unter: www.cannabis-colonia.de


daniel@cannabiscolonia.de

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